Das Palais Schwarzenberg

Was ein Grand Casino sein möchte, braucht den passenden Auftritt. Das gilt für jede Metropole dieser Welt. Und insbesondere für eine Stadt wie Wien mit ihrem reichen Erbe an herausragender Baukunst und prunkvollen bauhistorischen Schätzen.

Bühne für ein veritables „Grand Casino”

Mit dem Palais Schwarzenberg haben die Konzessionswerber einen äusseren Rahmen gefunden, der sich idealer kaum eignen könnte für den Betrieb einer zeitgemässen und gleichwohl der Tradition verpflichteten Spielbank. Das Palais Schwarzenberg trägt seinen Namen in Erinnerung an den Adam Franz Karl Fürst von Schwarzenberg, welcher den Bau 1715/1716 in unfertigem Zustand von den Erben des Grafen von Mansfeld erwarb. Der Bau wurde vom Architekten Johann Lukas von Hildebrandt geplant – der in unmittelbarer Nachbarschaft zur gleichen Zeit und im Auftrag von Prinz Eugen von Savoyen auch das Schloss Belvedere plante. Fürst von Schwarzenberg übertrug die weiteren Arbeiten dann allerdings an die Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach sowie Joseph Emanuel Fischer von Erlach (Vater und Sohn), welche den Bau 1725 vollendeten – rund 30 Jahre nach der ersten Auftragserteilung.

Ein Baudenkmal wird wieder zugänglich

Das Palais Schwarzenberg gilt bis heute als einer der bedeutendsten Barockbauten Wiens. So schreibt Dr. Karl Lind in der Allgemeinen Bauzeitung 1882 über die Architekten der Zeit: „Die Meister hatten an italienischen Vorbildern und an den Werken Frankreichs gelernt und wussten ihren Schöpfungen eine gewisse Pracht und Grossartigkeit mit Geschmack und Verständnis zu verleihen, wodurch sie uns zu wertvollen Andenken dieser für Wien einzigen Zeit wurden.”

Die Konzessionswerberin hat mit der Stiftung der Familie Schwarzenberg einen schriftlichen Optionsvertrag ausgehandelt, welcher der Konzessionswerberin das Recht einräumt, bei einem allfälligen Zuschlag einen Baurechtsvertrag für die Dauer der Konzession einzugehen, mit der Option zur Verlängerung des Baurechts für weitere 15 Jahre. Teil der Vereinbarung ist die Verpflichtung, alle Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen. Erste Gespräche dazu haben bereits stattgefunden, zudem sind der Konzessionswerberin die Anforderungen des Denkmalschutzes aus früheren Projekten für eine neue Nutzung des Palais Schwarzenberg bekannt. Die Stiftung des Palais Schwarzenberg hat darüber hinaus mit der Breitender GmbH eine analoge Option auf einen Baurechtsvertrag verhandelt, um auf dem Platz unmittelbar vor dem Palais eine Tiefgarage für 250 Fahrzeuge zu bauen.